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Vernetzt in Biel
«Wenn eine Tür zugeht, geht eine andere auf.» Unser Netzwerk Projektentwicklung und Projektmanagement (PP) versucht dies als Motto zu leben: Im Umbruch neue Chancen erkennen. Doch was hat das mit dem jährlichen Netzwerk-Ausflug zu tun? In Biel haben wir erlebt, wie wichtig neue Impulse und Begegnungen für unsere Zusammenarbeit sind.
Ein «Window of Opportunity» in Biel
Einmal im Jahr begibt sich unser Netzwerk PP gemeinsam auf einen Ausflug. Eine Auszeit, die Raum für Austausch und gemeinsames Lernen schafft. Im Herbst 2025 führte die Reise nach Biel. Kein Zufall: Der Abschluss der Organisation Espace Biel/Bienne Nidau (EBBN) bot den idealen Anlass, gemeinsam zurückzuschauen und Erfahrungen zu teilen.

Im Farell-Haus in Biel gab Sarah Märki, Projektleiterin bei TBF, einen Einblick in die Entstehungsgeschichte der Organisation EBBN. Nachdem 2020 das Ausführungsprojekt der A5-Westumfahrung Biel, und damit auch alle begleitenden Verkehrsmassnahmen und Quartierplanungen, gestoppt wurde, stand die Region am Jurasüdfuss vor der grundlegenden Frage: Wie soll die Verkehrs- und Siedlungsentwicklung zukünftig aussehen? Um diese Frage zu beantworten, gründeten die Behörden von Kanton, der Städte Biel und Nidau, der Gemeinden Brügg, Ipsach und Port sowie die Planungsregion seeland.biel/bienne Anfang 2021 die Projektorganisation EBBN. TBF begleitete den Aufbau und leitete später die Geschäftsstelle. Das passende Projektteam dafür kam aus unserem PP-Netzwerk.
Für Mirjam Bieri, EBBN-Projektleiterin seitens TBF, markierte dieses «Was machen wir jetzt?» einen entscheidenden Wendepunkt: «Langjährige Planungsgrundlagen waren gescheitert. Das war ein Scherbenhaufen – aber eben auch die Chance, Mobilität integral neu zu denken. Ein echtes innerstädtisches Window of Opportunity.»

Verantwortung gemeinsam tragen
Ebenso ein «Window of Opportunity» ist der alljährliche Ausflug des Netzwerkes. Mit rund 60 Mitgliedern ist es das grösste innerhalb von TBF. Doch wie bleibt man bei dieser Grösse dynamisch? Getragen wird das Netzwerk vom siebenköpfigen Kernteam, das die Verantwortung für die strategische Ausrichtung übernimmt. Grundlage für die Zusammenarbeit im Netzwerk ist eine demokratische und partizipative Kultur. Das Team arbeitet selbst aktiv in Projekten wie dem EBBN mit, sodass Bedürfnisse und Herausforderungen aus erster Hand wahrgenommen werden.
Der Ausflug nach Biel brachte neue Impulse und schaffte Raum, sich noch besser kennenzulernen. Das erleichtert die Zusammenarbeit, besonders in agilen Netzwerken, in denen je nach Projekt immer wieder neue Konstellationen entstehen. Diese Flexibilität erfordert Offenheit und den Mut, immer wieder aufeinander zuzugehen.

Typisch oder untypisch?
Am Ende der Projektvorstellung fasste Sarah Märki pragmatisch zusammen, das Projekt EBBN sei «typisch untypisch» für das Netzwerk. Typisch, weil das Netzwerk oft dort arbeitet, wo Komplexität gross und Interessen vielfältig sind. Und untypisch, weil jede Ausgangslage neue Dynamiken, neue Menschen und neue Wege mit sich bringt: «Wir arbeiten dort, wo Vielfalt aufeinandertrifft», so Sarah. «Mit unseren Kunden verfolgen wir Lösungen, die unterschiedliche Perspektiven vereinen und langfristig tragfähig sind.»

Vielfalt als gemeinsamer Nenner
Die Dynamik in Biel spiegelt unser eigenes Netzwerk wider: 60 Köpfe mit unterschiedlichen Expertisen sind ein komplexes Gefüge. Auch deshalb ist der jährliche Ausflug so wertvoll. Er bietet den Raum, sich abseits vom Projektalltag zu begegnen und das Miteinander zu stärken. Am Ende sind es diese Kontakte und die Freude am gemeinsamen Austausch, die die Basis für eine erfolgreiche Zusammenarbeit bilden.
